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Zwei Mannschaften mit insgesamt vier Spielern, ein Ziel und über das Eis rutschende Steine. So könnte in einer Kurzfassung die Beschreibung von Curling lauten. Erinnert dezent an Boccia und kann so schwer eigentlich nicht sein, wird so mancher im ersten Moment denken – weit gefehlt. Curling darf zu Recht als extrem anspruchsvoll gezeichnet werden und gehört nicht grundlos zu den Präzisionssportarten. Ob ein Stein tatsächlich nahe genug an den button des house (Mittelpunkt des Ziels) heranreicht, um Punkte verbuchen zu können, ist von zahlreichen kleinen Faktoren abhängig. Die Größe des sheet (Spielfeld) beträgt immerhin knapp 45 mal 5 Meter, was bedeutet, dass eine nicht zu unterschätzende Distanz bis zur Mitte zurückgelegt werden muss. Die richtige Dosis an Kraft und als Konsequenz die Geschwindigkeit stellt bei diesem Wintersport nur einen Aspekt dar. Die Richtung und der Drehimpuls erweisen sich als mindestens ebenso wichtig. Die Entscheidung, wie stark das Eis mithilfe des Besens gewischt wird – die einzige Chance nach dem Abschlag noch Einfluss auf das Spiel zu nehmen - fließt als weitere Komponente ein und entscheidet über die Stärke der Bremswirkung. Zwar wird die Bahn möglichst reibungsfrei gehalten, doch bereits winzigste Schneepartikel können die gesamte Bewegung des Steins verändern. Wie man sieht, bedarf Curling eines Höchstmaßes an Konzentration, Geschick und strategischer Planung – und genau das macht seinen Charme aus.
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